2026_HECKENKUNST am Grünen Finger

Im Sommer 2026 entsteht an der Außenhecke der Kleingartenanlage am Westerberg ein partizipatives Naturkunstprojekt als Dank für „100 Jahre Grüne Finger“. Gemeinsam mit verschiedenen Akteuren gestalten viele helfende Hände eine rechteckige Heckenfläche zu Thema „Schutz“. Neben künstlerischen Prozessen entstehen auch unplanbare, natürliche Prozesse, denn die Objeke aus lebendigen und vergänglichem Naturmaterial sind einem natürlichen Veränderungsprozess unterworfen.
Beteiligte sind die Initatorin und Künstlerin Eva Dankenbring, Kleingärtner des Kleingartenvereins West e.V, die Montessori-Schule/Förderschule für geistige Entwicklung, Kunstschaffende, Freunde, Anwohner*innen und Interessierte.
Treffen: 23. Juni, 27. Juni und 28. Juni jeweils von 15-19 Uhr an der Außenhecke zwischen Corneliusweg, Lieneschweg und Richard Wagner Straße in Osnabrück am Westerberg.
Die Hecke ist 24/7 zugänglich (Kleingärten bleiben geschlossen). Aktuelle Infos folgen ab Mitte Juni neben dem Gartentor 307/308/309 der Montesssori-Schule und auf diesem Blog. – Das Projekt wird gefördert durch den Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück. – DANKE!
Vorausschau: ab 30. September_2026_erlebbare Naturprozesse
Über das Projektende hinaus werden wir alle Naturobjekte in der Hecke belassen um den langsamen, natürlichen Prozess der Veränderung sichtbar zu machen. Besonders Wind und Regen werden in den nächsten Monaten Einfluß auf die Objekte nehmen. Für die Tierwelt könnten sich die verschiedenen Nestobjekte und Gräserhalme im Winter und Frühjahr als Rückzugsmöglichkeit anbieten.
Vorausschau: bis 30. September_2026_ offizielles Ausstellungsende
Das Kulturextra nature. kulture. future. endet am 30. September. Kurz danach entfernen wir die zwei Banner und die Station HECKENGESCHENK, aber alle Naturkunst Objekte verbleiben in der Außenhecke. Die zwei Flyerkästen an dem Projektschild neben dem Montessori-Schulgarten und die 4 Flyerkästen vor den Objekten an der Richard-Wagner-Straße werden wir hängen lassen, solange unsere Postkartenbestände reichen.
29. August_Rückblick Kulturnacht
DANKE! DANKE! DANKE! Vielen Dank an alle für diese besondere, gestrige Nacht unseres „HECKENINGS“ am Lieneschweg. Es war so dicht im wahrsten Sinne des Wortes. -Es gab Rundgänge um die Hecke, Postkarten vor einzelnen Objekten zum Mitnehmen und eine von Brigitte gefüllte Station „HECKENGESCHENK“. Mit der einsetzenden Dunkelheit haben dann die Taschenlampen das Reflektorband leuchten lassen. -Danke für die schönen Gespräche, das Regenschutzdach, die vielen Stühle und Tische, das Geschirr, danke für die Getränke, den Zwiebelkuchen und den Nachtisch. Danke, dass ihr alle mit angepackt habt! Danke an Brigitte für den Kupferengel! DANKE!
28. August_17-23 Uhr_ Kulturnacht
Wir sind auf der Kulturnacht der Außenstandorte in Osnabrück mit dabei. Fühlt Euch herzlich eingeladen. Es gibt Postkarten zum Mtnehmen und Erhellendes zu entdecken.
Juli/August_ Langsame Entstehungsprozesse
An der Hecke wachsen jeden Tag die Objekte aus Stoffstreifen, Gräsern und Naturmaterial. Die Wellen auf beiden Seiten der Hecke (Corneliusweg und Richard Wagner Straße) schließen sich. Größere und kleinere Nester fügen sich in den Wellenverlauf ein. Viele Anwohner gehen täglich um die Hecke, einige dokumentieren die Fortschritte in den neuen Medien. Mehrere Anwohner schenken uns Naturmaterial aus ihren Gärten. So bekommen wir Alium-Samenstände und kleine Weidenkränze von der direkten Nachbarschaft und von Christiane aus ihrem gekündigten Schollen-Kleingarten um die 20 handgefertigte Kränze. Diese Kränze verändern wir mit getrockneten Gras der Wiese am Westerberg zu Nestern. Schon jetzt werden erste Veränderungen in der Hecke sichtbar. Die beige und braun gefärbten Stoffbänder bleichen aus, die Hecke wächst langsam durch die Arbeiten hindurch, Ameisen nutzen die Reflektionsbänder als Straßen, Käfer als Unterschlupf. Wir entdecken beim Hängen zwei „echte“ Vogelnester. Ganz besonders – und der berührendste Teil dieses Gesamtprojektes – sind in dieser Zeit der täglichen Arbeit an der Hecke die vielen sich spontan ergebenden Heckengespräche mit Anwohnern, vorbeifahrenden Radfahrern, Spaziergängern und Hundebesitzern. Wir lernen uns alle ein bisschen besser kennen. Es entstehen neue Bekanntschaften und Freundschaften.
















27./28. Juni_ABSAGE_Gemeinsame Treffen
Die zwei angekündigten Mitmach-Treffen an der Hecke müssen wir wegen Hitze leider kurzfristig und ohne Ersatz absagen! Das Treffen am 23. Juni konnte zwar stattfinde, aber die Wärme war nahezu lähmend und die Beteiligung übersichtlich.
Ende Juni_2026_ Heckenschnitt und Hängung der Objekte
Endlich sind die Hecken geschnitten. Jetzt können wir die Garten-Versuche auf der großen Heckenfläche ausprobieren. Das Wetter meint es besonders gut. Jeden Tag über 30 Grad. Beate hängt ihre Hortensienwelle, die bislang geschützt an der Wäscheleine im Keller auf ihren Einsatz wartete. Die Hortensien hat sie von Anwohnern geschenkt bekommen.






23. Juni_2026_Aufstellung der Banner und Mitmach-Treffen
Die Banner sind geliefert worden. Beate und Jutta bespannen bei hochsommerlichen Temperaturen zwei Bauzäune. Jetzt steht ein Bauzaun Richtung Lieneschweg und ein weiterer mit Blick zum Edinghäuser Weg. Eine Punktlandung, denn am Nachmittag startet das erste öfffentliche Mitmachtreffen an der Hecke. Wir suchen uns einen schattigen Platz an der Hecke und einige Mutige wickeln Hirseschnüre und hängen Objekte in die Hecke. -DANKE an Max für die Endkorrektur und das in Auftrag geben von Bannern, Schild und Basis-Postkarte!

12. Juni_2026_Lieferung der Basis-Postkarte
Es ist soweit. Die Postkarten für die Heckenkunst sind geliefert worden. An die Infostele kommen zwei Flyerkästen mit druckfrischen Karten. Alle direkten Anwohner entlang der Hecke bekommen Karten in die Briefkästen geworfen. In der Stadt legen wir Karten aus.
Ende Mai/Anfang Juni_2026_Färbeaktion mit Erlenzäpfchen
Ein besonders herausfordernder Teil dieses Projektes zieht sich über 2 Wochen. Über Tage blubbern kiloweise Stoff in einem Topf. Mal zum auskochen der Ausrüstung, dann zum Beizen, zum Auskochen der Erlenzäpfchen oder beim anschließenden Färben des Stoffes. Ohne Anette Regas Ratschläge hätte es mit einem Juteton nicht geklappt. Es gelingt. Jede Färbung wird anders. Perfekt und ein großes DANKE an Anette!!!


31. Mai_2026_Eröffnung des Kulturextras „nature. culture. future.“
Eröffnung des Kulturextras bei Kaffee und Kuchen am 31. Mai um 14 Uhr an der Installation „Vom Winde bewegt“ von Franz Greife. Es bleibt trocken.


Mai_2026_Arbeiten im Garten und am Küchentisch
Praktisches Arbeiten. Versuche mit eingewebten Gräsern in Hanfband, der Bündelung von Gräsern zu Bändern, dem Häkeln von Objekten oder das biegen von Weiden zu Formen. Sichere Hängung und Lagerung der Objekte in den Gärten.
Zum Thema Nester faszinieren uns Bilder vom Nestbau der Webervögel. Nach einigen Versuchen wächst aus einer bauchigigeren Grundform langsam eine „Nestschote“. Neben Jutegarn kommt sperriges Sisal zum Einsatz. Im unteren Teil der Schoten eingebracht, strukturiert es die Form zusätzlich. Alle End- und Anfangsfäden dürfen hängen bleiben. Die Meisen entdecken das Hanfgarn für den Nestbau. NIke lässt sich von den Schoten anstecken, arbeitet eher in einer Kalabassenform weiter und experimentiert mit mehreren Einfluglöchern. Die Öffnungen umhäkeln wir mit einem reflektierendes Garn aus alten Materialbeständen. Auch Anne und Jutta schließen sich an und helfen bei Häkeln und Umhäkeln der Schoten. Es entsteht eine ganze „Siedlungsgemeinschaft“. Langsam erwächst auch die Idee einer Anmeldung zur Kulturnacht -denn die Hecke ist 24/7 begehbar, wird durch Straßenlaternen am Cornelius-, Lieneschweg und von der Richard-Wagner-Straße beleuchet und die Reflektorbänder sorgen beim Anstrahlen für zusätzliche Betonungen.


März_2026_Planungen und Umsetzungen von Ideen
Festlegung auf das Grundthema „Schutz“ für die HECKENKUNST Objekte. Das Thema umfasst den Schutz der Grünen Finger und von Kleingärten als wichtige Maßnahme zum Klima- und Naturschutz. Die Grünen Finger sorgen für eine Regulierung des Innenklimas der Stadt als auch für den Artenschutz.
Beate Jerosch bringt die Bereiche „Welle (Wasser/Wind)“ und „Nester“ als Idee ein, an denen wir weiter arbeiten. Die Welle steht symbolisch für die Bewegung von Wassser und Wind: Der Wind sorgt für die Belüftung der Stadt, das Wasser fungiert als Anzeiger eines zunehmend aus dem Gleichgewicht geratenen Klimas. Dürre und Starkregen setzen der Natur zunehmend zu. – Die „Nester“ weisen auf den Naturschutz. Tiere benötigen Unterschlüpfe und Rückzugsmöglichkeiten für ihre Entwicklung. Aus diesen zwei Basisideen entstehen Prototypen, die vervielfältig und variiert werden. Oft bei ungemütlichen Temperaturen in den Gärten.
Februar_ 2026_Materialbeschaffung Weiden und Gräserschnitt
Sammlung von Naturmaterialien über den NABU (Naturschutzbund Deutschland), auf dem Campus der Hochschule in Haste, beim Botanischen Garten der Universität und in Privatgärten. Trockene Verstauung der Materialien in Gartenhäusern, Kellern oder Gewächshäusern.
Die Kleingärtner legen Materialdepots in ihren Gärten und Gartenhäusern an. Nike stellt ihr Gewächshaus als trockene Unterstellmöglichkeit zur Verfügung.






ab Dezember_2025_Projektentwicklung
Einladung und erste Treffen im Forum am Dom und zu Hause bei Nike Hamborg-Finger. Vorstellung der Grundidee HECKENKUNST für das diesjährige Kulturextra „natur.culture.future“ des Fachbereichs Kultur der Stadt Osnabrücks. Gemeinsame Weiterentwicklung des Naturkunst Themas über inspirierende Bilder.

2018_Rot.Raum

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Aufbau der Ausstellung
Diese Woche ziehen wir in unseren neuen Ausstellungs- und Atelierraum in die Kornmühle um, den wir am Sonntag eröffnen wollen. Mit einer ziemlich großen Menge an Arbeiten und reichlich Arbeitsmaterial. An der Außenwand der Kornmühle haben wir bereits ein Materiallager errichtet. Vorallem Verpackungskartons haben sich in den letzten Wochen zu dem zentrales Arbeitsmaterial entwickelt. Beim […]
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2. Mai | Räumliche Strukturen
Auch heute geht es um Gewebestrukturen – nur das wir stärker dreidimensional mit Pappenstreifen und Heißklebepistolen auf einer Pappenfläche arbeiten. Mit geschnitten Pappstreifen nähern wir uns skulpturalen, geometrischen Formen. Alternativ schaffen wir mit Kabelbindern dauerhafte Pappen-Verbindungen. Es entstehen sehr räumliche, abstrakte Konstruktionen – aber auch Gegenständliches. Beispielsweise werden die Arbeitsplätze des KunstContainer der HHO und […]
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18. April | Nadeln von Stoffstreifen
An diesem Tag geht es besonders turbulent im Gemeinschaftsatelier zu, weil wir Besuch bekommen. Einige Pressevertreter schauen uns beim Arbeiten über unsere vielen Schultern. Zum Arbeiten brauchen wir heute Pappen, Stoff und Nadeln. Mehrlagige Pappen bilden den Untergrund, auf dem wir mit aufgenadelten Stoffstreifen „malen“. Dafür reissen wir aus alten Herrenhemden verschieden breite Stoffstreifen und […]